Inhaltliche Anforderungen

Im Abschnitt "Aufbau und Struktur eines Praktikumsberichts" sind wir bereits auch darauf eingegangen, welche Inhalte in den drei Großbereichen eines Praktikumsberichts Eingang finden können. Dieses wollen wir an dieser Stelle nicht wiederholen - vielmehr möchten wir im Folgenden ein paar Tipps geben, die in Sachen inhaltliche Gestaltung nützlich sein können.


Sehr wichtig ist beispielsweise, dass man sehr viel Energie in die Ausgestaltung des reflektierenden Teils eines Praktikumsberichts investiert. Hier stellt man unter Beweis, dass man die eigenen Praxiserfahrungen einordnen und bewerten kann. Man zieht hier Schlussfolgerungen, die für den Leser stichhaltig sein sollten. Sein Urteilsvermögen kann der Autor hier zudem unter Beweis stellen, wenn er formuliert, welche individuellen Fragen nicht durch das Praktikum beantwortet wurden. Die Reflexion ist der eigentliche Sinn eines Praktikumsberichts. Dementsprechend wichtig ist der reflektierende Teil auch in Sachen Bewertung.

Nicht vergessen sollte man, dass auch ein Praktikumsbericht nicht unnötig lang werden sollte. Oft gibt es vonseiten der Hochschule Vorgaben, was den Umfang betrifft. Man muss beim Verfassen also auch seine Fähigkeit unter Beweis stellen, inhaltlich Wichtiges von Unwichtigem trennen zu können. Auch aus sprachlicher Perspektive sollten die Dinge auf den Punkt gebracht und nicht unnötig umständlich umschrieben werden. Das sorgt für Klarheit und eine gut strukturierte Vorgehensweise.

Ein weiterer Tipp: In einen Praktikumsbericht gehören natürlich nur Begebenheiten und Bewertungen, die sachlicher Natur sind. Anekdoten oder ausführliche Charakterisierungen von Kollegen und Vorgesetzten sind hier fehl am Platz. Führungsstile und die Betriebsatmosphäre - falls relevant - können jedoch schon kritisch, aber sachlich hinterfragt werden.