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Wie kann ich ein Auslandspraktikum finanzieren?

Wie kann ich ein Auslandspraktikum finanzieren?

Ein Auslandsaufenthalt kann im Lebenslauf sehr beeindruckend sein, denn zeugt es doch von einer sehr guten Fremdsprachenkenntnis und einer hohen Selbstständigkeit. In der heutigen Zeit stehen jungen Leuten viele Wege offen, um die Welt zu bereisen. Einige machen direkt nach dem Schulabschluss ein Au-pair Jahr im Ausland oder wagen den Schritt durch fremde Länder zu reisen und arbeiten. Der Vorteil eines Au-pair Jobs oder einem Work and Travel Konzept ist, dass diese unter anderem durch die Arbeit in den Ländern finanziert werden kann. Weiterhin gibt es vor allem für Studenten die Möglichkeit ein Auslandssemester zu absolvieren oder auch ein Praktikum in einem fremden Land anzugehen. Hier zeigen wir dir, wie du praktische Arbeitserfahrungen im Ausland sammeln und diese Reise finanzieren kannst.


Welche Kosten kommen auf mich zu?

Die Kosten für ein Auslandspraktikum können nicht pauschalisiert werden, denn dabei spielen unterschiedliche Faktoren eine Rolle. Darunter fallen die Dauer des Aufenthaltes und natürlich auch der gewünschte Zielort. Wenn du dein Praktikum innerhalb der Europäischen Union absolvieren möchtest, brauchst du kein Visum, außerhalb der EU können die Kosten für die Beantragung eines Visums dagegen bis zu 200 Euro betragen. Bevor du dich für ein Auslandspraktikum entscheidest, solltest du dir also im Klaren sein, wo du dieses absolvieren möchtest. Erkundige dich dann zunächst, welche Visumgebühren anfallen werden.

Praktikum im Ausland

Praktikum im Ausland ©iStockphoto/dima_sidelnikov

Weitere Kosten fallen für eine Auslandskrankenversicherung an, welche du aber unbedingt abschließen solltest. Bei vielen Praktikumsstellen wird diese Versicherung vorausgesetzt und auch wenn nicht dient sie deinem eigenen Schutz. Wenn du im Ausland nicht krankenversichert bist, könnten im Ernstfall sehr hohe Kosten auf dich zukommen. Des Weiteren solltest du dich erkundigen, welche Impfungen und andere Vorsorgemaßnahmen zur Einreise in dein Wunschland empfohlen werden.

Ein weiterer Kostenpunkt, welcher nicht unterschätzt werden sollte, ist die Anreise. Leider kannst du keinen Flug buchen, bevor dir dein Praktikumsplatz zugesagt wurde und du weißt, wann du deine Tätigkeit im Ausland angehen kannst. Demnach kann die Anreise auch etwas teurer werden, plane daher dafür lieber etwas mehr ein, damit du am Ende nicht böse überrascht wirst. Auch vor Ort hast du natürlich Kosten, welche du bei deiner Planung nicht vergessen solltest. Dazu zählt nicht nur die Miete für deine Wohnung oder dein Zimmer, sondern auch alltägliche Dinge, wie beispielsweise Nahrungsmittel, Hygieneartikel und natürlich auch Freizeitaktivitäten. Denn du möchtest während deines Auslandsaufenthaltes ja auch etwas erleben.


Sparen kannst du bereits, wenn du auf eine Vermittlungsagentur verzichtest und dir deinen Praktikumsplatz selbst aussuchst. Es gibt eine Vielzahl an Agenturen, welche dir sehr hilfreich sein können, indem sie Praktikumsplätze und auch Wohnungen vermitteln. Hierbei musst du selbst entscheiden, ob du einen solchen Service in Anspruch nehmen möchtest. Du solltest dir jedoch im Klaren sein, dass dafür Kosten um bis zu 1000 Euro auf dich zukommen können.

Wenn du deine Reise ins Ausland planst, solltest du dich also genau über folgende Kosten erkundigen und lieber etwas höhere Preise einkalkulieren:

•Visum; eventuelle Aktualisierung des Reisepasses
•Auslandskrankenversicherung; Impfung
•Anreise
•Kosten vor Ort (Miete, Nahrungsmittel, Freizeit…)
•eventuelle Vermittlungsgebühren

Welche Möglichkeiten der Finanzierung habe ich?

Die Kosten für ein Auslandspraktikum können enorm sein und wirken für viele junge Leute oft abschreckend. Jedoch gibt es Institutionen, welche dich bei deinem Vorhaben finanziell unterstützen können. Wenn du Glück hast, kannst du ein Stipendium für deinen Aufenthalt erhalten, welches du nicht zurückzahlen musst. Du musst aber nicht verzweifeln, wenn du kein Stipendium bekommst, denn es gibt auch noch weitere Möglichkeiten der finanziellen Unterstützung.

Wenn du studierst und dein Auslandpraktikum förderlich für dein Studium oder auch für deine Ausbildung ist, hast du das Recht darauf ein Auslands-BAföG zu beantragen. Um diese Variante der finanziellen Unterstützung zu erhalten, musst du dich für mindestens drei Monate für ein Praktikum in einem fremden Land aufhalten. Für die Anreise innerhalb Europa kannst du 250 Euro erhalten außerhalb Europas liegt der BAföG-Betrag bei 500 Euro für die Reisekosten. Auch bei den Lebenserhaltungskosten und der Krankenversicherung wirst du unterstützt. Damit du dein BAföG rechtzeitig bekommen kannst, solltest du dieses mindestens sechs Monate vor der Abreise beim zuständigen Amt beantragen. Weitere Informationen zu dieser Unterstützung findest du auf der offiziellen Website zum neuen BAföG.

Weiterhin hast du die Möglichkeit einen Bildungskredit aufzunehmen. Auch hierbei ist die Voraussetzung, dass das Praktikum in einem Zusammenhang mit deinem Studium stehen sollte. Die Unterstützung liegt hier bei bis zu 300 Euro im Monat, damit werden vermutlich nicht all deine Kosten abgedeckt. Viele Firmen bieten aber auch bezahlte Praktika an, sodass du dein Auslandsaufenthalt finanzieren kannst. Wie jedoch auch herkömmliche Kredite muss auch dieser mit Zinsen zurückgezahlt werden.

Neben BAföG und Krediten gibt es auch Organisationen, welche speziell für die Unterstützung von Auslandsaufenthalten gegründet worden sind. Eines der bekanntesten Programme ist Erasmus. Hiermit werden Auslandaufenthalte innerhalb der EU, der Türkei Norwegen, Island und Liechtenstein unterstützt. Du kannst dich direkt über deine Universität für ein Stipendium des Erasmus-Programmes bewerben. Die maximale monatliche Unterstützung beträgt 700 Euro. Du kannst dich hierbei zwei bis zwölf Monate im Ausland aufhalten.

Auch der Deutsche Akademische Austauschdienst (DAAD) ist eine Organisation, welche dich in deinem Vorhaben unterstützen kann. Der Förderungszeitraum beträgt drei Monate. Diese finanzielle Unterstützung ist jedoch nur für Praktikanten einer internationalen Organisation, einer deutschen Außenvertretung, einer deutschen Schule im Ausland oder der Deutschen Geisteswissenschaftlichen Institute im Ausland vorgesehen.

Du siehst also, dass du deinen Auslandsaufenthalt keinesfalls komplett selbst tragen musst. Auch wenn du dein Studium bereits abgeschlossen hast, kannst du beispielsweise mithilfe des Heinz Nixdorf Programmes nach Asien reisen und dort kaufmännische oder auch technische Berufserfahrungen sammeln. Außerdem werden auch durch die Studienstiftung des deutschen Volkes Stipendien für Auslandsaufenthalte vergeben.

Wichtige Webseiten zur Finanzierung deines Auslandspraktiums:

Das neue BAföG
Bildungskredite
Erasmus
DAAD
Studienstiftung des deutschen Volkes
Heinz Nixdorf Stiftung

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